quarta-feira, 8 de janeiro de 2014

Jeremia und die falschen Propheten

11. So spricht der Herr der Heere: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen. Sie betören euch nur. Sie verkünden Visionen, die aus dem eigenen Herzen stammen, nicht aus dem Mund des Herrn. Immerzu sagen sie denen, die das Wort des Herrn verachten: „Das Heil ist euch sicher! Und jedem, der dem Trieb seines Herzens folgt, versprechen sie: „Kein Unheil kommt über euch“. Doch wer hat an der Ratsversammlung des Herrn teilgenommen, hat er ihn gesehen und sein Wort gehört? Wer hat sein Wort vernommen und kann es verkünden? Ich habe diese Propheten nicht ausgesandt, dennoch laufen sie aus eigener Entscheidung. Ich habe nicht zu ihnen gesprochen, dennoch weissagen sie.  Ich habe gehört, was die Propheten reden, die in meinem Namen Lügen aussprechen und weissagen: Einen Traum habe ich gehabt, einen Traum. Wie lange noch? Haben sie denn wirklich etwas in sich, die Propheten, die Lügen weissagen und den selbst ausgedachten Betrug?  Fragt dich dieses Volk oder ein Prophet oder ein Priester: Was ist der „Lastspruch“ des Herrn?, so antworte ihnen: ihr selbst seid die Last und ich werfe euch ab ‐ Spruch des Herrn. (Jeremia XXIII, 16 ‐ 18, 21, 25 ‐ 26, 33).

Über diesen Text des Propheten Jeremia möchte ich mit euch, meine Freunde, reden. Gott sprach durch Jeremias Mund und sagte: „Es ist die Vision ihrer Herzen, die sie reden lässt.“ Diese Worte sagen deutlich, dass schon damals die Schwindler und Fanatiker die Gabe der Prophetie missbrauchten und ausnutzten. Sie missbrauchten den einfachen und fast blinden Glauben des Volkes, indem sie gute und angenehme Angelegenheiten gegen Bezahlung weissagten. Diese Art von Betrug war bei der jüdischen Nation allgemein verbreitet. Es ist also verständlich, dass dieses arme Volk in seiner Unwissenheit nicht in der Lage war, die guten von den böswilligen Geistern zu unterscheiden. Es wurde dann mehr oder weniger leicht von den angeblichen Propheten betrogen, die nichts anders als Schwindler oder Fanatiker waren. Dazu gibt es nichts Bedeutsameres als diese Worte: „Ich habe diese Propheten nicht ausgesandt, dennoch laufen sie; ich habe nicht zu ihnen gesprochen, dennoch weissagen sie!“ Und noch weiter sagte Jesus: „Ich habe gehört, was die Propheten reden, die in meinem Namen Lügen weissagen und sprechen: Einen Traum habe ich gehabt, einen Traum!“ Jeremia wies auf eines der Mittel hin, das die falschen Propheten benutzten, um diejenigen auszunutzen, die an sie glaubten. Die immer gutgläubige Menge dachte nicht darüber nach, der Wahrhaftigkeit dieser Träume und Visionen zu widersprechen; sie fand alles natürlich und lud diese Propheten immer wieder ein, zu sprechen. 

Nach diesen Worten des Propheten sollt ihr die weisen Ratschläge des Apostels Johannes hören, der sagt:„Glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind.“Denn unter den Unsichtbaren gibt es auch diejenigen, die an der Lüge Gefallen finden, wenn die Gelegenheit für sie günstig ist. Diese betrogenen Menschen sind offensichtlich Medien, die nicht vorsichtig genug sind. Hier liegt ohne Zweifel eine der größten Tücken, der viele Medien zum Opfer fallen, insbesondere wenn sie Neulinge im Spiritismus sind. Es ist für sie eine Prüfung, die sie nur mit großer Umsicht bestehen können. Lernt also vor allem die gutwilligen von den böswilligen Geistern zu unterscheiden, damit ihr selbst nicht zu falschen Propheten werdet. 

- Luoz, Schutzgeist.
Karlsruhe, 1861.


Auszug aus dem Kapitel XXI - Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen - aus dem Buch „Das Evangelium im Lichte des Spiritismus“ - Allan Kardec. 

terça-feira, 7 de janeiro de 2014

Die falschen Propheten der Geistigen Welt

10. Die falschen Propheten befinden sich nicht nur unter den inkarnierten Menschen. Sie sind auch ‐ und zwar in größerer Zahl ‐ unter den hochmütigen Geistern, die unter dem falschen Schein der Nächstenliebe Uneinigkeit verbreiten und die Erlösung der Menschheit verzögern. Sie säen unter den Menschen absurde Denkmuster aus, welche manche Medien annehmen. Um diejenigen mehr zu beeindrucken, die sie täuschen möchten, um ihren Theorien noch mehr Gewicht zu geben, bekleiden sie sich ohne Skrupel mit Namen, von denen die Menschen nur mit großer Achtung sprechen. 

Sie sind es, die Zwietracht zwischen den Menschengruppen säen. Sie drängen diese Gruppen dazu, sich von den anderen zu isolieren und sich gegenseitig feindselig zu betrachten. Das allein würde schon ausreichen, sie zu entlarven. Denn, indem sie so handeln, widerlegen sie ausdrücklich das, was sie zu sein vorgeben. Daher sind diejenigen Menschen blind, die in solche groben Fallen geraten. 

Es gibt andere Möglichkeiten, sie zu erkennen. Die Geister von erhabenen Sphären, zu denen die falschen Propheten behaupten, dazuzugehören, sind nicht nur sehr erhaben, sondern auch ausgesprochen rational. Deswegen sollt ihr ihre Systeme mit Vernunft und dem gesunden Menschenverstand prüfen und ihr werdet sehen, was von ihnen bestehen bleibt. Ihr würdet mir daher zustimmen, dass, jedes Mal wenn ein Geist als Heilmittel für das Leiden der Menschheit oder deren Umwandlung utopische und unausführbare Dinge sowie kindische und lächerliche Mittel vorschlägt, oder wenn er ein System formuliert, das durch die grundlegendsten Wissenschaftskenntnisse widerlegt wird, es nur ein unwissender und lügnerischer Geist sein kann. 

Andererseits dürft ihr gerne glauben, dass die Wahrheit, auch wenn sie nicht immer von jedem Einzelnen anerkannt wird, diese immer durch den gesunden Menschenverstand der Massegeschätzt wird. Das ist ein weiteres Kriterium. Wenn zwei Prinzipien sich widersprechen, werdet ihr einen Maßstab für den intrinsischen Wert von beiden in der Feststellung finden, welche von beiden auf mehr Akzeptanz und Sympathie stößt.Es wäre in der Tat unlogisch anzunehmen, dass eine Lehre, deren Anhängerzahl sich ständig verringert, wahrhaftiger sei, als eine andere, in der sich die Zahl der Anhänger erhöht. In der Absicht, dass die Wahrheit alle Menschen erreichen kann, vertraut Gott sie nicht nur einem engen Kreis an. Er ermöglicht, dass sie an verschiedenen Orten entsteht, damit überall das Licht neben der Finsternis leuchtet.  

Weist hemmungslos alle die Geister ab, die sich als exklusiver Berater vorstellen und die Uneinigkeit und Isolation predigen. Sie sind zumeist eitle und mittelmäßige Geister, die schwachen und leichtgläubigen Menschen imponieren möchten. Sie überschütten die Menschen mit übertriebenem Lob, um sie zu beeindrucken und dann zu dominieren. Sie sind normalerweise Geister, die gierig nach Macht sind und während ihres irdischen Lebens im öffentlichen oder privaten Bereich Despoten waren und nach ihrem Tod Opfer suchen, um diese zu tyrannisieren. Misstraut im Allgemeinen Mitteilungen, die einen mystischen und seltsamen Charakter haben, oder solchen, die prahlerische Zeremonien und Handlungen vorschreiben. Solche Mitteilungen geben immer einen legitimen Anlass zum Misstrauen. 

Ihr sollt noch bedenken, dass, wenn eine Wahrheit an die Menschheit verkündet werden soll, sie sozusagen unmittelbar allen seriösen Gruppen mitgeteilt wird, in denen sich ebenso seriöse Medien befinden und nicht an diese oder jene Gruppe unter Ausschluss von anderen. Kein Mensch dient als gutes Medium, wenn er besessen ist. Und eine Besessenheit ist dann gegeben, wenn ein Medium nur Kundgaben von einem bestimmten Geist erhalten kann, selbst wenn der Geist sich sehr erhaben mitteilt. Infolgedessen steht jedes Medium und jede Gruppe, die an das Privilegium glauben, allein bestimmte Mitteilungen erhalten zu können und die andererseits zu abergläubischen Praktiken tendieren, ohne Zweifel unter dem Einfluss einer stark ausgeprägten Besessenheit. Das gilt besonders, wenn der herrische Geist mit einem Namen prahlt, den alle, Geister und inkarnierte Wesen, ehren und respektieren, und nicht zu jeder Gelegenheit Widerspruch duldet.

Wenn alle Angaben und Kundgaben der Geister der Transparenz von Vernunft und Logik unterworfen werden, werden ohne Zweifel das Absurde und der Irrtum leicht vermieden werden. Ein Medium kann verblendet, eine Gruppe getäuscht werden. Aber die strenge Prüfung durch andere Gruppen, das erworbene Wissen, die hohe moralische Autorität der Gruppenleiter und die von Logik und Authentizität geprägten Kundgaben der erhabenen Geister durch die Hauptmedien, werden die lügnerischen Sprüche und listigen Verbreitungen einer Schar trügerischer und bösartiger Geister zunichte machen. 

- Erastus, Jünger von Paulus (Geist).
1862.


Auszug aus dem Kapitel XXI - Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen - aus dem Buch „Das Evangelium im Lichte des Spiritismus“ - Allan Kardec.

segunda-feira, 6 de janeiro de 2014

Kennzeichen des wahren Propheten

9. „Hütet euch vor den falschen Propheten.“ Dieser Rat ist in allen Zeiten nützlich. Aber besonders in den Zeiten des Wandels, in denen, so wie momentan, eine Veränderung der Menschheit stattfindet; immer dann bezeichnet sich eine große Zahl von ehrgeizigen und unnachgiebigen Menschen als Reformatoren und als Messiasse. Vor diesen Betrügern müssen wir uns hüten, und es ist die Pflicht eines jeden ehrlichen Menschen, sie zu entlarven. Ihr werdet fragen: „Wie können wir sie erkennen?“ seht hier ihre Anzeichen:

Eine bedeutende Arbeitsgruppe kann man nur einem fähigen und geeigneten Leiter, der sie führen kann, anvertrauen. Glaubt ihr, dass Gott weniger vorsichtig ist, als die Menschen es sind? Ihr solltet sicher sein, dass Er die wichtigen Missionen nur denjenigen anvertraut, die fähig sind, sie zu erfüllen, weil die großen Aufgaben schwere Lasten sind, die den Menschen, der ihnen nicht gewachsen ist, erdrücken würden. Wie in allen Dingen muss der Meister mehr als sein Lehrling wissen. Um die Menschheit moralisch und intellektuell vorwärts bringen zu können, sind Menschen mit großer Intelligenz und Moral erforderlich! Deswegen sind dies immer schon sehr weit entwickelte Geister, welche ihre Prüfungen in anderen Leben erfüllt haben, die mit diesem Ziel inkarnieren. Denn wenn sie nicht höher entwickelt sind als das Umfeld, in dem sie arbeiten werden, ist ihr Handeln wirkungslos. 

Daraus schließen wir, dass der wahre Missionar seine Aufgabe an seinem erhabenen Ansehen, an seinen Tugenden, an seiner Größe, an dem Ergebnis und moralischem Einfluss seiner Werke beweisen muss. Eine andere Schlussfolgerung wäre dass, wenn dieser aber aufgrund seines Charakters, seiner Tugenden und seiner Intelligenz der Würde der ihm zugeschriebenen Rolle nicht gerecht wird oder er sich unter der Würde der Persönlichkeit, unter deren Namen er sich ankündigt, befindet, so ist er nur ein Narr von übler Sorte, der selbst seinem Vorbild nicht nachzufolgen weiß. 

Eine weitere Erwägung ist, dass die meisten der wahren Propheten Gottes nicht wissen, dass sie es sind. Sie erfüllen ihre Aufgabe, zu der sie durch die Kraft ihres Geistes angetrieben werden. Sie werden von der verborgenen Macht unterstützt, die sie inspiriert und ihr Wissen lenkt, jedoch ohne vorherbestimmte Absicht. Mit anderen Worten,die wahren Propheten erkennt man an ihren Taten; sie werden von den anderen entdeckt. Während die falschen Propheten sich selbst zu Gottesboten ernennen.Der Erste ist demütig und bescheiden, der Zweite hochmütig und von sich selbst eingenommen. Er spricht in großen Tönen und wie alle Schwindler, fürchtet er, dass ihm nicht geglaubt wird.

Wir sehen einige dieser Menschen als Apostel von Christus auftreten und andere als Christus selbst. Es müsste die Menschheit beschämen, dass es genug leichtgläubige Menschen gibt, die ihren Glauben an solch schädliche Gesinnung verschenken. Eine einfache Erwägung andererseits könnte die Augen der Blinden öffnen. Wenn nämlich der Messias sich auf der Erde inkarnieren würde, käme er mit all seiner Macht und Tugend, vorausgesetzt wir nähmen an, dass er degeneriert ist, was absurd wäre. Ebenso verhält es sich damit: Wenn ihr Gott ein einziges Seiner Attribute wegnehmen würdet, dann hättet ihr keinen Gott mehr, wenn ihr eine einzige der Tugenden des Christus wegnehmen würdet, dann hättet ihr keinen Messias mehr. Haben diejenigen, die sich als Christus bezeichnen, seine Tugenden? Es stellt sich hier diese Frage. Passt auf, untersucht ihre Gedanken und ihre Taten und ihr werdet erkennen, dass ihnen die entscheidenden Tugenden Christi fehlen: die Demut und die Nächstenliebe. Stattdessen besitzen sie, was Christus nicht hatte: die Gier und den Stolz. Seht ihr übrigens, dass in diesem Moment, in verschiedenen Ländern zahlreiche angebliche Messiasse in Erscheinung treten, wie auch zahlreiche angebliche Eliasse, Heilige Johannesse oder Heilige Petrusse, die in Wirklichkeit nicht alle echt sein können. Seid euch sicher, dass es Menschen sind, die den Glauben von anderen ausnutzen und es bequem finden, auf Kosten derjenigen zu leben, die auf sie hören.

Misstraut den falschen Propheten, besonders in der Zeit der Erneuerung. Denn viele Schwindler werden sich als Gottesboten bezeichnen. Sie verschaffen sich auf der Erde ein Leben, das die Eitelkeit befriedigt, aber ihr könnt euch sicher sein, dass auf sie eine verheerende Gerechtigkeit wartet.  

- Eraste (Geist).
Paris, 1862.


Auszug aus dem Kapitel XXI - Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen - aus dem Buch „Das Evangelium im Lichte des Spiritismus“ - Allan Kardec.

sábado, 4 de janeiro de 2014

Die falschen Propheten

8. Wenn jemand euch sagt: „Christus ist hier!“ geht nicht dorthin, sondern seid wachsam, denn die falschen Propheten werden zahlreich sein. Seht ihr nicht die Blätter des Feigenbaumes, der begonnen hat, gelb zu werden; seht ihr nicht seine zahlreichen Knospen, die auf die Blütezeit warten; hat Christus euch nicht gesagt: „Man erkennt einen Baum an seinen Früchten?“ Wenn die Früchte bitter sind, erkennt ihr, dass der Baum schlecht ist, aber wenn sie süß und gesund sind, sagt ihr: Nichts Reines kann aus einem schlechten Stamm herauskommen. 

Und so, meine Geschwister, sollt ihr urteilen. Die Werke sollt ihr untersuchen. Wenn die Menschen, die von sich behaupten mit der göttlichen Macht erfüllt zu sein, von allen Kennzeichen der christlichen Mission begleitet sind, dann besitzensie im höchsten Maße die christlichen und ewigen Eigenschaften: die Nächstenliebe, die Liebe, die Nachsicht und die Güte, die alle Herzen versöhnen. Wenn sie nicht nur mit Worten, sondern mit Taten handeln, dann könnt ihr sagen: Diese sind wirklich die Gottesboten. 

Aber hütet euch vor heuchlerischen Worten, hütet euch vor den Schriftgelehrten und Pharisäern, die auf öffentlichen Plätzen beten. Hütet euch vor denen, die sagen, sie seien die Einzigen, welche die Wahrheit besitzen! 

Nein, der Messias ist nicht unter denen. Diejenigen, die er sendet, um seine Lehre zu verkünden und sein Volk zu erhellen, sind nach dem Beispiel des Meisters von Herzen sanftmütig und demütig. Vor allen sind sie es, die durch Beispiele und Ermahnungen die Menschheit retten sollen, die in das Verderben läuft und ungerade Wege geht. Und insbesondere sind sie bescheiden und demütig. Vor jedem, der auch nur einen Keim von Hochmut zeigt, solltet ihr wie vor einer sich ausbreitenden Lepra fliehen, die jeden ansteckt. Erinnert euch, dass alle Menschen in ihrem Angesicht, aber besonders in ihren Taten, den Ausdruck ihrer Größe oder ihrer Verderbnis tragen.  

Daher geht, meine geliebten Kinder, geht ohne Zögern, ohne Vorurteile auf dem gesegneten Weg, den ihr eingeschlagen habt. Geht, geht weiter ohne Furcht und entfernt mutig alles, was euch den Weg zu diesem ewigen Ziel verhindern kann. Ihr Reisende, wenn ihr eure Herzen für diese sanfte Lehre öffnet, die euch die ewigen Gesetze verkünden und alle Sehnsüchte euerer Seelen in Bezug auf das Unbekannte befriedigen wird, werdet ihr eine umso kürzere Zeit in der Dunkelheit und in dem Schmerz der Prüfung verweilen. Von diesem Zeitpunkt an könnt ihr diesen flüchtigen Luftgeistern schon eine Gestalt geben, die ihr in eueren Träumen vorüberziehen seht und die eure Seele entzückten, aber eueren Herzen nichts vermittelt haben. Und nun, meine geliebten Kinder, ist der Tod verschwunden, um dem erleuchtenden Engel, den ihr kennt, Platz zu schaffen. Der Engel des Wiedersehens und der Einheit! Jetzt, da ihr die euch übertragene Aufgabe des Schöpfers gut erfüllt habt, habt ihr Seine Gerechtigkeit nicht zu fürchten. Denn Er ist der Vater und vergibt immer Seinen verirrten Kindern, die nach Barmherzigkeit rufen. Geht also weiter. Rückt vorwärts, ohne nachzulassen. Euer Grundsatz soll der des Fortschrittes sein, des ständigen Fortschrittes in allen Bereichen. Bis ihr endlich zu dem glücklichen Moment kommt, wo alle, die euch vorausgegangen sind, auf euch warten. 

- Louis (Geist).
Bordeaux, 1861.


Auszug aus dem Kapitel XXI - Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen - aus dem Buch „Das Evangelium im Lichte des Spiritismus“ - Allan Kardec.  

sexta-feira, 3 de janeiro de 2014

Glauben nicht einem jeden Geist

6. Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt. (1. Brief des Johannes, IV, 1).

7. Die spiritistischen Phänomene geben falschen Messiassen und falschen Propheten keinesfalls Spielraum, wie einige Menschen in übertriebener Weise behaupten. Gerade das Gegenteil geschieht, sie machen sie zunichte. Verlangt vom Spiritismus keine Wunder oder Wunderzeichen, denn er erklärt ausdrücklich, dass er sie nicht hervorbringt. Wie die Physik, die Chemie, die Astronomie und die Geologie, welche die Gesetze der physischen Welt zeigen, offenbart der Spiritismus andere unbekannte Gesetze, welche die Beziehungen der leiblichen und der spirituellen Welt steuern. Es sind genauso Naturgesetze wie die Gesetze der Wissenschaft. Indem der Spiritismus die Erklärung für bestimmte, bis zum heutigen Tag unverstandene Phänomene gibt, zerstört er das, was noch im Bereich des Wunderbaren lag. Diejenigen aber, welche sich geneigt fühlen, diese Phänomene zu ihren Gunsten auszunutzen, indem sie sich für den Messias Gottes ausgeben, würden den Glauben der Menschen nicht lange täuschen und wären bald enthüllt. Wie schon gesagt, die Phänomene allein beweisen nichts. Die Mission erweist sich durch die moralischen Wirkungen, die nicht jeder hervorbringen kann. Das ist eines der Ergebnisse der Studien der spiritistischen Wissenschaft. Indem sie die Ursache bestimmter Phänomene erforscht, lüftet sie den Schleier, der über vielen Mysterien liegt. Nur wer die Verborgenheit dem Licht vorzieht, hat Interesse dieses Licht zu bekämpfen. Aber die Wahrheit ist wie die Sonne: Sie löst die dichteste Dunkelheit auf.

Der Spiritismus offenbart eine andere, viel gefährlichere Art von falschen Christussen und falschen Propheten, die sich nicht unter den Menschen, sondern unter den nicht inkarnierten Geistwesen befinden. Es sind nämlich Geister, die trügerisch, heuchlerisch, hochmütig sind und Wissen vortäuschen. Von der Erde in die Erraticität übergegangen, betiteln sie sich mit ehrwürdigen Namen und versuchen mittels dieser Maske, die sie sich aufsetzen, Ideen zu verbreiten, die oft sehr absonderlich und absurd sind. Bevor die mediumistischen Beziehungen bekannt waren, wirkten diese Geister auf eine weniger deutliche Weise, zum Beispiel durch Eingebung, durch die unbewusste, hörende oder sprechende Mediumschaft. Die Zahl derer, die sich in verschiedenen Epochen, besonders aber in der letzten Zeit als einige der früheren Propheten, als Messias, als Maria und sogar als Gott selbst ausgaben, ist erheblich hoch. Der Heilige Johannes warnte uns vor ihnen, als er sprach: „Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt.“ Der Spiritismus gibt uns die Mittel, um die Geister zu prüfen, indem er die Merkmale aufzeigt, an denen wir die guten Geister erkennen, Merkmale, die immer moralischer und nie materieller Natur sind. Bei der Unterscheidung zwischen guten und üblen Geistern können wir diese Worte von Jesus anwenden: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? (...) Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.“ Man beurteilt demnach die Geister nach der Qualität ihrer Werke, wie man einen Baum nach der Qualität seiner Früchte beurteilt.

- Allan Kardec.


Auszug aus dem Kapitel XXI - Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen - aus dem Buch „Das Evangelium im Lichte des Spiritismus“ - Allan Kardec.

quinta-feira, 2 de janeiro de 2014

Wunderzeichen der falschen Propheten

5. „Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auferstehen und große Zeichen und Wunder tun, so dass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten.“ Diese Worte geben den wahren Sinn des Wortes „Prodigium“ wieder. Nach theologischer Begriffsbestimmung sind die Wunder außergewöhnliche Phänomene außerhalb der Naturgesetze. Diese Naturgesetze sindallein das Werk Gottes. Ohne Zweifel könnte Er sie aufheben, wenn Er es bezwecken würde. Dennoch sagt uns der einfache, gesunde Menschenverstand, dass Gott den einfachen und böswilligen Wesen keine Macht hätte geben können, wie Er sie selbst besitzt, geschweige denn das Recht, das aufzuheben, was Er selbst erschaffen hat. Jesus hätte solch ein Prinzip nicht gutheißen können. Wenn also, entsprechend dem Sinn, den man gewöhnlich diesen Worten zuschreibt, solch ein „Geist des Bösen“ die Macht hätte, jene Wunderzeichen zu vollbringen, die sogar die Auserwählten verführen würden, würde es bedeuten, dass, da er dasselbe wie Gott bewirken kann, die Wunder kein ausschließliches Privileg der Gesandten Gottes sind. Und diese würden nichts mehr erweisen, denn es würde keinen Unterschied zwischen den Wundern der Heiligen und denen der Dämonen geben. Daraus entsteht die Notwendigkeit, einen rationaleren Sinn für diese Worte zu suchen. 

Mit den Augen der Unwissenden wird jedes Phänomen, dessen Ursache unbekannt ist, als übernatürlich und wunderbar angesehen. Wenn man die Ursache kennt, weiß man, dass das Phänomen, so außergewöhnlich es auch erscheint, nichts anderes ist als die Anwendung eines der Naturgesetze. So wird die Menge an übernatürlichen Phänomenen immer kleiner, in dem Maße, wie die Wissenschaft sich entwickelt. Zu allen Zeiten nutzten die Menschen zu Gunsten ihrer Ambitionen, ihres Interesses und ihrer Macht bestimmtes Wissen, das sie besaßen, um sich selbst die Anerkennung für ihre scheinbar übernatürliche Macht oder angeblich göttliche Mission zu sichern. Das sind die falschen Christusse und die falschen Propheten. Die Verbreitung des Wissens zerstört ihr Ansehen. Damit reduziert sich ihre Zahl in dem Maße, in dem die Menschen dazulernen und neue Erkenntnisse gewinnen. Die Tatsache, dass ein Mensch etwas bewirken kann, das in den Augen mancher als Wunder bezeichnet wird, stellt keinen Beweis einer göttlichen Mission dar. Denn das kann das Resultat von Kenntnissen sein, die jeder erlernen kann, oder von besonderen organischen Fähigkeiten, die der unwürdigste aller Menschen ebenso wie der würdigste besitzen kann. Die wahren Propheten erkennt man an ernsthafteren Merkmalen von ausschließlich moralischer Natur.

- Allan Kardec.


Auszug aus dem Kapitel XXI - Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen - aus dem Buch „Das Evangelium im Lichte des Spiritismus“ - Allan Kardec.

quarta-feira, 1 de janeiro de 2014

Die Mission der Propheten

4. Man schreibt den Propheten derart die Gabe der Zukunftsvoraussage zu, dass die Wörter „Prophetie“ und „Voraussage“ synonyme Bedeutung bekamen. Im Sinne des Evangeliums hat das Wort „Prophet“ eine breitere Bedeutung. Es bedeutet „Gottesbote“, der die Mission hat, die Menschen zu lehren und ihnen die verborgenen Dinge und Mysterien des geistigen Lebens sichtbar zu machen. Ein Mensch kann demnach ein Prophet sein, ohne Voraussagen zu treffen. Die Juden zur Zeit Jesus hatten diese erste Vorstellung des Begriffes. Das erklärt, warum die versammelten Schriftgelehrten und Ältesten Jesus, als er vor den Hohepriester Kaiphas gebracht wurde, in das Gesicht spuckten, ihn schlugen und ohrfeigten und sprachen: „Weissage uns, Christus, wer istʹs, der dich schlug?“ Dennoch geschah es, dass Propheten tatsächlich die Zukunft vorausahnten, entweder mittels Intuition oder providentieller Offenbarung. Diese Kundgaben sollten sie den Menschen weitergeben. Da diese vorausgeahnten Ereignisse eingetroffen sind, wurde die Gabe der Zukunftsvoraussage als eine der ausschlaggebenden Eigenschaften der Propheten angesehen.

- Allan Kardec.


Auszug aus dem Kapitel XXI - Es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen - aus dem Buch „Das Evangelium im Lichte des Spiritismus“ - Allan Kardec.